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#Wirliebendigital

23. Mai 2019

Einen ganzen Tag widmete die Jüttner Orthopädie KG auf dem Firmengelände im Flarchen jetzt Kindern und Jugendlichen mit Handicap und ihren Familien. Begleitet von einem bunten Programm gab es beim „2. Kinderrehatag“ am Samstag, 18. Mai 2019 auch einen Einblick hinter die Kulissen der individuellen Hilfsmittelfertigung und der 3D-Fertigung bei Jüttner. Ein Informationsstand mit Computertechnik und 3D-Scanner lud dabei zum Schauen und Fragen ein. „Bei dieser Gelegenheit informieren wir auch, was bei uns heute produktionstechnisch möglich ist“, erklärte Tim Wohlleben, Abteilungsleiter Marketing.

Emad Al Bast und Stefan Lehmann, deren Spezialgebiet die 3D-Fertigung ist, erklärten den Besuchern die vielen Vorteile der neuen Technik. Die Fertigung einer anatomischen Sitzschale für Therapie- und Rollstühle erfordert höchste Genauigkeit. Bereits wenige Millimeter Abweichung können den Therapieerfolg entscheidend beeinflussen. Die Herstellung der Sitzschale mittels CAD-Verfahren, also der computergestützten Konstruktion, ist präzise und ermöglicht die Fertigung von optimalen Hilfsmitteln. 

Den Vorteil der Digitalisierung für die Patienten erklärte Emad Al Bast an einem weiteren Beispiel: Wenn Kinder Kopf-Orthesen, das sind speziell gefertigte Schutzhelme, benötigten, mussten früher Gips-Abdrücke vom Kopf genommen werden. „Jetzt kann ich einen 3D-Scanner nehmen, das ist angenehmer und sauberer.“ Die fertigen Dateien werden dann von einer CAD-Fräsmaschine direkt umgesetzt. Manche Teile können auch mit dem 3D-Drucker vor Ort ausgedruckt werden. Die digitale Technik lasse keine Kundenwünsche mehr offen: Neben der ganzen Farbpalette sind Holz- oder Carbon-Optik möglich oder zum Beispiel eine Bein-Orthese mit Tätowierung.

(Quelle: Thüringer Allgemeine, Auszug)